Decoupage

Decoupage kommt vom französischen Wort 'decouper', das „schneiden" bedeutet. Diese Technik soll Gegenstände  aus dem täglichen Gebrauch, wie Möbel, Dosen, Kästchen, Tabletts, Gefäße und viele andere, ansehnlicher machen. Hierzu wird gerissenes oder geschnittenes Papier auf Oberflächen wie Holz, Metall, Keramik, Pappe, Plastik, Leder oder Textilien aufgeklebt. Die Oberfläche wird anschließend mehrere Male mit einer speziellen Art von Lack oder Harz bestrichen, um das Deisgn wie ein handgemaltes Muster aussehen zu lassen. Die Auswahl der Gegenstände, die so dekoriert werden können, ist endlos. Eine alte, verrostete Schublade, die sich noch auf dem Dachboden findet, kann in ein außergewöhnliches und einzigartiges Möbelstück verwandelt werden, dass jeden beeindrucken wird. Glasplatten könne genauso dekoriert werden wie Metalldosen, Holzschatullen und viele andere Objekte.

Die Geschichte des Decoupage ist sehr faszinierend, aber seine Herkunft ist nicht vollständig geklärt. Um mehr über die Geschichte dieses Handwerks zu erfahren, muss man einige Jahrhunderte zurückgehen. Die erste Verwendung von Resten aus Filz oder Papier zu Verschönerung von Gegenständen wird bereits vor Christus bei nomadischen Stämmen im westlichen Sibirien vermutet.

 

 

Im zwölften Jahrhundert erreichte diese Technik des Verzierens von Gegenständen den Fernen Osten, wo so vor allem Fenster und Schatullen dekoriert wurden. Von China kam sie über den Handelsweg nach Europa, wo sie sich schnell etablierte. Die Nachfrage nach orientalischen Elementen überstieg sogar das Angebot. Um dieser Nachfrage der Gesellschaft nachzukommen, begannen venezianische Maler und Schreiner die Technik des Decoupage zu nutzen und fertigten auf diese Weise Nachahmungen berühmter Objekte.

Eine spätere Wiedergeburt erlebte das Decoupage im 17. und 18. Jahrhundert in Venedig. Persönlichkeiten wie Marie Antoinette, Madame de Pompadour und Beau Brummel entdeckten die Serviettentechnik für sich. Die gefeierte polnische und deutsche Tradition der Scherenschnitte hatte einen großen Einfluss auf die moderne Form des Decoupage. Im 18. Jahrhundert wurde es als Kunstform und ihre Schaffer als Künstler anerkannt. Die berühmteste Decoupage- Künstlerin dieser Zeit war die Engländerin Mary Delaney, die eine enge Freundin Jonathan Swifts und William Hogarths war. Zwischen den Jahren 1700 und 1788 lebte sie in England und Irland. Im Alter von 71 Jahren begann sie mit der Reproduktion von Pflanzen und Blumen durch das Ausschneiden und die Montage handkolorierten Feinpapiers. Ihre Präzision und ihr Talent blieben auch von der Köningin von England, Charlotte von Mecklenburg- Sterlitz nicht unbemerkt. Leider war sie durch eine Schwächung der Augen gezwungen ihre Arbeit im Alter von 88 Jahren aufzugeben. Ihre Kunst nannte sie „Papier- Mosaike“. Proben ihrer Arbeiten können noch heute in vielen britischen Museen bewundert werden.

Viele berühmte Künstler haben Motive geschnitten und auf Oberflächen geklebt, um ihre Visionen zu erfüllen. Die Technik des Decoupage wurde unter anderem von Pablo Picasso und Henri Matisse verwendet.

Uebersetzung: Wencke Jaeger

 

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